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08.07.1927, Freitag aus „Heute keine Schüsse – Berlin in der Weimarer Republik“

Im Auftrag Radkes habe ich ein Schmucktelegramm mit Gratulationen für Käthe Kollwitz aufgegeben. Es wundert mich, dass die Künstlerin ihren sechzigsten Geburtstag nicht in der Akademie feiert. Immerhin war sie die erste Frau, die zur Mitgliedschaft in der Akademie aufgefordert wurde.

Käthe Kollwitz lebte bis 1943 in Berlin. 1919 wurde sie als erste Frau als Professorin an die Königliche Akademie der Künste in Berlin berufen. Sie war Mitglied der  Berliner Secession und  engagierte sich für die Arbeiterbewegung. 1933 wurde sie zum Austritt aus der Akademie gezwungen. Sie hatte gemeinsam mit anderen Künstlern u.a. Arnold Zweig, Ernst Toller, Erich Kästner den „Dringenden Appell“ gegen die Nationalsozialisten unterzeichnet. Kähte Kollwitz Werke wurden im Nationalsozialismus als „Entartete Kunst“ aus den Museen entfernt.

Das Käthe Kollwitz Museum in der Fasanenstraße 24 erinnert heute an die Künstlerin.